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Willkommen auf unserer Seite! > Reiseberichte von unserer Weltreise 02.08.2010-20.09.2011 > Kolumbien > Leticia

Leticia

Eigentlich waere auf unserem Weg in Richtung Ecuador die naechste Stadt Medellin gewesen, wir wollten aber unbedingt noch nach Leticia, das im suedostlichsten Zipfel im Dreilaendereck mit Brasilien und Peru liegt. Deshalb haben wir uns dazu entschieden von Cartagena aus ueber Bogota nach Leticia zu fliegen. Von dort aus gings dann weiter per Flugzeug nach Medellin. So sparen wir uns auch die 13 stuendige Busfahrt zwischen Cartagena und Medellin. ;-)

In Leticia angekommen, haben wir uns gleich nach einer Flussfahrt auf dem Amazonas umgehoert. Wir hatten von anderen gehoert, dass es sich lohnt eine 2-3 taegigen Flussfahrt zu machen um tiefer in den Dschungel zu kommen. Am 10.7. gings dann los. Am Hafen herrschte ein grosses Getuemmel von Booten und Fischern. Kurz nachdem wir abgelegt hatten, konnten wir die Ausmasse des Amazonas sehen, teilweise eher ein See als ein Fluss. War toll das so zu sehen! Zuerst fuhren wir nur kurz ueber den Fluss ans andere Ufer, wo uns schon ein Schild in Peru willkommen geheissen hat. In der Grenzregion braucht man keinen Pass um in ein anderes Land einzureisen. Nur wenn man dann weiterreisen will, braucht man einen Aus- und Einreisestempel.

Weiter gings dann Richtung Norden wo wir dann 2 Ureinwohnerdoerfer besuchten. Weil als einzige Verbindung zur Aussenwelt der Amazonas dient, konnten sich die Ureinwohner dieser Region ihr urspruengliches Leben noch relativ gut erhalten. Ausserdem haben wir noch die Isla del micos, die Affeninsel, besucht. Die Affen hier sind so neugierig, dass man sie sogar direkt mit Bananen fuettern kann. Danach fuhren wir auf einem Seitenarm Richtung Sueden zurueck und schliefen in einer Lodge auf Stelzen auf peruanischer Seite. Auf Stelzen deshalb, weil der Pegel des Amazonas sehr stark schwankt. Bei Hochwasser steht das Wasser bis zur Wohnflaeche, jetzt gerade sinkt das Wasser und wir konnten die 3m hohen Stelzen sehen. Das Wasser wird aber in den naechsten Monaten noch mehr sinken. Die Bauweise sieht man ueberall am Amazonas, auch die groesseren Siedlungen sind so gebaut.

Am naechsten Morgen haben wir dann noch auf brasilianischer Seite Halt gemacht. Ganz schoen merkwuerdig wenn auf einmal alle um uns herum portugiesisch sprechen! ;-) Auf unserer Weiterfahrt konnten wir rosa und graue Delfine beobachten, die rosafarbenen gibt es nur hier im Amazonas. Schoen waren auch die grossen Papageien, die immer wieder ueber den Amazonas zogen. Ausserdem waren wir noch Piranhafischen. Leider hat nur ein sehr kleiner Piranha angebissen, dafuer aber umso mehr Savados. Sie sind nicht allzu gross aber schmecken dafuer sehr lecker. Unterwegs haben wir noch eine Anaconda halten koennen. Ein 4m langes Tier, man hat das Gefuehl es besteht nur aus Muskeln. Wahnsinn. Dann sind wir noch in den Amazonas gesprungen, unser Tourguide hat uns versichert, dass es in diesem Gebiet keine Anacondas gibt. Hoffentlich weiss der Mann wovon er spricht! ;-)

Am Abend waren wir noch auf Kaimanjagd. In einem See fuhren wir mit einem Kajak zur Boeschung und unser Tourguide hechtete a la Crocodile Dundee nach vorne und fing ein 1,5m langen Kaiman. Echt krass! Als es dunkel wurde, haben wir noch eine Nachtwanderung durch den Dschungel unternommen. Toll wieviele Geraeusche man dort hoert und wie dunkel es auf einmal wird. Wir haben sogar einen Skorpion gesehen. Auf dem Rueckweg hat uns unser Tourguide selbst den Weg suchen lassen. Das ist garnicht so ohne, man erkennt kaum noch den Pfad, den man vor ein Paar Minuten noch genommen hat. Uebernachtet haben wir dann endlich in einer Haengematte und es war toll nachts die Tiere zu hoeren. Zum Abschluss haben wir dann noch eine 3 stuendige Dschungelwanderung unternommen. Hier haben wir noch kleinere Affen gesehen und unser Tourguide hat uns ueber Pflanzen, die die Ureinwohner als Medizin nutzen erzaehlt.

Leider war der Bootstrip dann auch schon wieder zuende und wir fuhren nach Leticia zurueck. Hier hatten wir dann noch einen Tag zum Relaxen. Ausserdem sind wir noch zu Fuss ueber die Grenze nach Brasilien in das Nachbarsstaedtchen Tabatinga gelaufen. Hat man ja auch nicht alle Tage, dass man einfach so nach Brasilien kommt. ;-)

Am 14.7. ging es dann nach Medellin.

 

Hier koennt ihr die rosa Delfine sehen.

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