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Willkommen auf unserer Seite! > Reiseberichte von unserer Weltreise 02.08.2010-20.09.2011 > Kolumbien > Im Sueden Kolumbiens

Im Sueden Kolumbiens

Naechste Station war also Cali. Die Stadt ist vor allem bekannt fuer seine Salsamusik und die –taenzer und hat nicht allzuviele Sehenswuerdigkeiten. Allerdings ist sie eine der aeltesten Staedte Amerikas. Wir fuhren dann weiter nach Popayan, das auch die ciudad blanca, die weisse Stadt genannt wird. Und tatsaechlich war es schoen die weissen Fasaden der Kolonialbauten zu sehen. Popayan war fuer uns der Startpunkt fuer die Fahrt nach San Agustin, wo wir die Steinfiguren der Ureinwohner anschauten. Eigentlich sollte die Fahrt 5 Stunden dauern und wir wurden ganz schoen durchgeschuettelt, weil die Strasse teilweise eine Schotterpiste ist und meist arge Schlagloecher hat. Auf der Fahrt wurden wir an einem Militaerposten angehalten und wurden nach Waffen durchsucht. Ganz schoen heftig. Spaeter musste unser Bus repariert werden, ein Glueck hatten wir in einem Dorf haltgemacht. Es ging also weiter bis dann etwa 30min bevor wir ankommen sollten der Bus vollends gestreikt hat. Alle Versuche den Bus wieder zu starten waren vergebens und wir mussten auf ein anderes Auto umsteigen. Irgendwann sind wir dann aber doch noch angekommen. So schnell kann man anstatt 5 Stunden fuer 120km 8 oder 9 brauchen! ;-)

San Agustin ist ein kleines Staedtchen, in dem sich recht viel Europaer nidergelassen haben um hier Hostels oder Restaurants zu eroeffnen. Wir sind in einer Finca eines franzoesichen Paerchen, Audrey und Taeib, untergekommen. Am ersten Tag waren wir morgens auf dem Montagsmarkt, was ganz interessant war weil die Einheimischen aus den umliegenden Doerfern montags immer in die Stadt kommen um Ihre Produkte zu verkaufen. Nachmittags waren wir dann noch in dem archaeologischen Park in dem wir die Steinfiguren bewundern konnten. Das ganze war sehr beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt,dass die Figuren teilweise bis zu 5.000 Jahre alt sind. Von einem Huegel hatten wir eine tolle Aussicht auf das umliegende Tal. Am naechsten Tag haben wir eine Tour per Pferd unternommen. Unterwegs haben wir immer wieder angehalten und uns weitere Figuren angeschaut und die Aussicht auf den Rio Magdalena genossen. Hat Spass gemacht mit den Pferden, sie laufen die Runde wohl oefter und wissen genau wo sie hinlaufen muessen. Abends haben wir dann noch auf unser „Ein Jahr auf Reisen sein“ angestossen. Es macht immernoch grossen Spass unterwegs zu sein und es ist schon toll was wir alles erlebt haben!

Am naechsten Tag waren wir per Jeep unterwegs. Auf Holperstrassen haben wir verschiedene Stationen mit weiteren Steinfiguren abgefahren und haben auch den mit 400m hoechsten Wasserfall Kolumbiens gesehen. Wir haben uns auch eine Huette, in der Zuckerrohr verarbeitet wird angeschaut. Das gibt es hier ganz oft und Zuckerrohr wird hier ueberall angebaut. Am Ende kommt dann dabei Panela raus, ein klebriger Block, den man hier in der Gegend ueberall kaufen kann. Eine zeitlang sind wir sogar auf dem Jeepdach mitgefahren. Wir sind uns vorgekommen wie in der Achterbahn. ;-) War ein schoener Ausflug aber nach dem Tag auf dem Pferd war die Fahrt auf den Strassen mit Schlagloechern irgendwie auch anstrengend.

Eigentlich dachten wir ja, dass wir wieder nach Popayan zurueckmuessen um dann nach Sueden weiterzureissen, aber unser Hotelier hat uns vorgeschlagen, von San Agustin nach Mocoa und dann weiter nach Pasto zu fahren. Dieser Abschnitt ist eine der aeltesten Strassen von Kolumbien, die sogar schon von den Ureinwohnern genutzt wurde. Am 4.8. fuhren wir dann auf diesem Weg weiter Richtung Pasto. Die Strecke war die heftigste Holperpiste, auf der wir je gefahren sind. Die Strasse hat eher nach einem ausgetrockneten Flussbett ausgesehen, mit viel Geroell und groesseren Steinen, ueber die wir drueberfuhren und –huepften. Mehrer Male mussten wir einen Fluss ueberqueren und wir hatten uns vor dem ersten Fluss eigentlich gedacht, dass wir bestimmt umdrehen muessen. Aber unser Minibusfahrer hat da garnichts gekannt und fuehr mittendurch. Teilweise waren die Fluesse richtig tief. Nach insgesamt 9 Stunden kamen wir dann in Pasto an.

07.08.2011:

In Pasto blieben wir nur eine Nacht und fuhren am naechsten Tag nach Ipiales weiter. Die Strasse gilt als eine der wenigen Strassen Kolumbiens, die man nachts eher nicht befahren sollte, weil das nicht so ganz ungefaehrlich ist. Aber es waere auch schade gewesen, wenn wir die Gegend nicht gesehen haetten. Der Vulkanguertel, der sich durch Ecuador zieht, beginnt hier und an den Haengen gibt es Weiden und Wiesen-echt schoen! In Ipiales angekommen, machten wir noch einen Abstecher zur Kirche Las Lajas, die direkt ueber einen Fluss gebaut ist. Von Ipiales ging es dann mit einem Kleinbus zur Grenze nach Rumichaca. Dort haben wir uns den Ausreisestempel von Kolumbien geholt und konnten dann zu Fuss ueber die Bruecke nach Ecuador gehen. Auch mal wieder toll zu Fuss in ein Land einzureisen, das hatten wir seit der Grenze Nepal/Indien nicht mehr, und das war Ende November! :-)

Es ist uns richtig schwergefallen Kolumbien zu verlassen. Es war auf jeden Fall das Land, das uns am meisten ueberrascht hat. Vor unserem Flug hatten wir doch etwas gemischte Gefuehle, weil das Land ja immernoch ein sehr schlechtes Image was die Sicherheit anbelangt, hat. Wir hatten aber keine Probleme, natuerlich muss man aufpassen wie in jedem anderen aermeren Land auch. Wir haben uns aber wirklich wohlgefuehlt und es war sehr sehr abwechslungsreich und sehenswert. Vor allem haben uns die netten und hilfsbereiten Leute sehr herzlich aufgenommen.

Muchas gracias, Colombia!

P.S.: Was uns auf jeden Fall in Erinnerung bleiben wird, sind die Verkaeufer, die vor Abfahrt eine Buses noch in den Bus kommen und etwas zu Essen wie z.B. Ernuesse, also mani verkaufen. Dabei rufen sie dann immer: a mil, a mil, was heisst dass die Sachen 1000 Pesos kosten. Echt geschickt, wenn man vor der Busfahrt noch schnell etwas zu snacken haben will :-)

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