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Willkommen auf unserer Seite! > Reiseberichte von unserer Weltreise 02.08.2010-20.09.2011 > China > Lijiang und Tigersprungschlucht

Lijiang und Tigersprungschlucht

23.10.2010:

Am 15.10.2010 sind wir in Lijiang angekommen. Lijiang ist ein kleines Staedtchen mit schmalen Gassen und ist der Ausgangspunkt fuer die Tigersprungschlucht, eine der tiefsten Schluchten der Welt. Nur das Wetter hat fuer uns nicht mitgespielt und so blieben wir bei Dauerregen 2 Tage in Lijiang, ein bisschen ausruhen tat nach der Eile der letzten Wochen aber ganz gut. Am 3.Tag gings dann morgens in die Tigersprungschlucht, es war aber immernoch total bewoelkt, sodass wir nur wenig von denumliegenden Bergen sahen. Nach 2 Stunden machten wir in einem Gaestehaus Rast und es fing wieder an wie aus Kuebeln zu giessen. Deshalb blieben wir uebernacht und hofften auf besseres Wetter fuer den naechsten Tag. Und tatsaechlich konnten wir am naechsten Morgen den Haba Schneeberg mit seinen 5396m von unserem Zimmer aus sehen.

Aber schon nach unserem Aufbruch fing es wieder an mit dem Regen und nun galt es die fuer diese Wanderung beruechtigten 28 Kehren zu ueberwinden. Bis wir oben angekommen waren, waren wir total klatschnass. Die chinesischen Regenjacken haben nicht wirklich dichtgehalten. Wenn sich der Nebel verzogen hatte, hatten wir beeindruckende Ausblicke auf die Berge und den im Tal verlaufenden Yangtze. Der Regen hoerte allerdings nicht auf und so entschlossen wir uns das ganze abzubrechen. Von unserem Wanderweg mussten wir ueber eine Serpentinenstrasse zur Strasse am Fluss wandern. Teilweise ging es dann Einheimischen hinterher, die dann Abkuerzungen genommen haben. Junge, Junge, die haben mich ganz schoen an Bergziegen erinnert, so wie die die Abhaenge runtergerannt sind. :-)

Im Kleinbus ging es dann Richtung Ausgangspunkt, die Strasse war aber teilweise durch Erdrutsche wegen des tagelangen Regens versperrt. Einmal ging garnichts mehr und wir mussten ueber einen Kieshuegel klettern und auf der anderen Seite mit einem anderen Kleinbus weiterfahren. Aber wir sind gut wieder angekommen.

Die Wanderung war eigentlich sehr schoen, nur das Wetter war total uebel. Wir muessen einfach nochmal kommen und die Wanderung bei schoenem Wetter machen.

Am 19.10.2010 ging es dann Richtung Chengdu, erst mit dem Bus nach Panzihua, dann weiter mit dem Nachtzug nach Chengdu. Einziges Problem war, dass die Frau am Ticketschalter uns kein Schlafwagenticket verkaufen wollte (sie wird ihre Gruende gehabt haben, wir konnten es nicht wirklich rausfinden) :-), deshalb sassen wir dann 14 Stunden im Grossraumwagen. (Hartsitzer) Die Nacht war alles andere als erholsam.

Man muss wissen, dass es in China 4 Arten von Zugtickets gibt:

1. Hartsizer: Das sind Plaetze im Grossraumwagen, fuer ein Paar Std ganz OK. Ueber Nacht geht das garnicht.

2. Weichsitzer: Auch Plaetze im Grossraumwagen, aber jeder Sitz ist verstellbar. Ganz bequem.

3. Hartschlaefer: Hier sind 3 Betten uebereinander, und eine weitere 3-Bettreihe steht gegenueber. Diese beiden Reihen sind von den anderen getrennt. Die Betten sind etwas hart, aber es ist OK. Wichtig ist, dass man bei der Buchung Betten verlangt, die unten sind. Wenn man auch tagsueber faehrt ist es sehr unbequem oben zu sitzen.

4. Weichschlaefer: Die bequemste Art zu reisen. Nur 2 Betten uebereinander und 4 im Abteil. In den Luxus sind wir aber seit der Transsib nicht mehr gekommen! :-)

 

P.S. Interessant finde ich, dass sich der Yangtze von seiner Quelle im Himalaya durch ganz China bis Shanghai zieht (mit 6.300km der 3. laengste Fluss der Welt) und wir ihm schon mehrmals begegnet sind. Zuerst bei unserer Flussfahrt, dann wieder in Shanghai und nun in der Tigersprungschlucht.