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Willkommen auf unserer Seite! > Reisebericht Indonesien August 2012 > Westjava

Westjava

Als wir aus dem Flughafengebäude kamen, hat uns erst mal die Hitze erwischt-38Grad. Wir hatten noch von Deutschland aus unser Hotel in Jakarta und auch den Shuttleservice vom Flughafen gebucht. Wir hatten ja die nächsten 3 Wochen noch Zeit um alles selbst zu organisieren! ;-) Am Abend fielen wir nur noch ins Bett, die 15 Std. Flug und 6 Std. Aufenthalt waren gar nicht so ohne. Vorher waren wir in einem kleinen Indomaret, ein kleiner Superladen, den es in ganz Indonesien gibt, und haben uns erst mal die indonesischen Spezialitäten angeschaut. Unsere Uhren mussten wir dann um weitere 3 Std. vorstellen und waren damit 5 Std. vor Deutschland.

Außerdem mussten wir uns wieder an den für Fußgänger halsbrecherischen asiatischen Verkehr gewöhnen. Es gibt zwar Zebrastreifen, aber die beachtet keiner. Auch kann man sich nicht darauf verlassen, wenn die Autos rot haben. Am besten verhält man sich wie die Einheimischen, wenn sie losgehen, kann man auch starten! ;-) Außerdem fahren die Indonesier auf der linken Seite, aber das sind wir ja schon aus Nepal, Indien und Australien gewöhnt. 

Der erste Eindruck war auf jeden Fall sehr gut, die Leute sind sehr nett und das Verkehrschaos in Jakarta ist nicht so wild wie wir es schon erlebt haben.

Nach einer Übernachtung ging es am 13.8. schon weiter, Jakarta hat für Touristen nur wenig zu bieten. Vorher haben wir noch in einem Reisebüro einen Flug von Denpassar auf Bali zurück nach Jakarta für den 30.8. gebucht. Somit war schonmal geregelt wann und von wo aus wir wieder nach Jakarta zurückfliegen würden.

Wir mussten uns erst mal wieder daran gewöhnen, dass Taxifahren in Asien echt günstig ist. Für ein Paar Euro durch die halbe Stadt. Auf unserer Weltreise hatten wir uns mal vorgenommen, dass wir uns diesen „Luxus“ leisten, wenn wir unsere Rucksäcke dabei haben. In Bussen kann es mit den großen Rucksäcken echt eng werden.

Vom Busbahnhof im Süden Jakartas ging es mit dem Bus über den Puncak Pass nach Cibodas. Die Gegend ist ein bekanntes Teeanbaugebiet und alle Hänge am Puncak Pass sind voller Teepflanzen. Eine imposanter Anblick. Cibodas ist ein kleiner Ort mit tollen Ausblicken über die umliegenden Täler. Hier findet sich auch der höchste Berg Javas, ein Vulkankrater namens Gunung Pangrano mit 3019m. In unserer Unterkunft haben wir das erste indonesische Gericht genossen: Gado Gado, Gemüse mit Erdnusssoße- sehr lecker! Hier haben wir eine kleine Wanderung zum blauen See und einem Wasserfall unternommen und auf dem Rückweg haben wir Affen auf den Bäumen gesehen. Wir haben uns gegen die Wanderung auf den Gungung Pangrano entschieden, weil es eine 10-stündige Wanderung bedeutet hätte. Dann muss unser erster indonesischer Vulkan eben noch warten. Nachmittags wollten wir eigentlich zu einer Teefabrik und in Cianjur um etwas zu essen, mussten aber feststellen, dass das Weiterkommen in Indonesien gar nicht so einfach ist. Vieles läuft nicht über öffentliche Verkehrsmittel, sondern über Kleinbusse, sog. Ankots, die zwischen und in den Städten verkehren. Hinzu kommt das Verkehrschaos, das teilweise in den Städten herrscht. Es kommt einem wie eine halbe Ewigkeit vor, wenn man inmitten von hupenden Autos stecken bleibt.

Aber ansonsten hat uns der erste Eindruck nicht getäuscht, die Leute sind sehr freundlich und haben immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Da sie oft ein Paar Brocken englisch sprechen, kommen wir sehr schnell mit ihnen ins Gespräch. Ganz typisch für Indonesien ist auch, dass wir als Wildfremde gefragt werden wo wir herkommen, was wir beruflich machen oder ob wir verheiratet sind. Damit zeigen sie Interesse an anderen und uns macht es Spaß so mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen. So erfahren wir dann doch das ein oder andere aus dem Alltag des Indonesiers. So ist die Mehrzahl von ihnen Muslime (Indonesien ist das Land mit den meisten muslimischen Einwohnern) und zurzeit ist Ramadan. Weil diese Fastenzeit am 19.8. endet, was sich Lebaran oder Idul Fitri nennt, sind gerade viele Indonesier unterwegs auf dem Weg zu ihren Familien nachhause. Da viele von ihnen in Jakarta arbeiten, und ihre Familien aus Zentral- oder Ostjava stammen, nehmen sie den gleichen Weg wie wir.

Ganz witzig ist es auch, wenn wir unsere Paar Brocken indonesisch zum Besten geben und sie dann ganz überrascht fragen, ob wir denn indonesisch sprechen. Am besten ist es dann ein „sama sama“, also „so lala“ zu erwidern. Damit haben wir schon für viele Lacher gesorgt! ;-)

Von Cibodas ging es mit dem Bus nach Bandung und von dort mit dem Nachtzug nach Yogyakarta in Zentraljava.



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