Hauptmenü
Optionen
Informationen
Willkommen auf unserer Seite! > Reisebericht Indonesien August 2012 > Ostjava

Ostjava

Von Borobudur ging es am 19.8. weiter nach Yogya. Von hier aus hatten wir uns eigentlich überlegt mit einer Tour in den Bromo Nationalpark zu fahren. Eine Tour deshalb, weil wir damit sehr viel schneller vorankommen würden. Weil hier aber alles zurzeit stillstand wegen der Feierlichkeiten, konnten wir das nicht organisieren und so wollten wir den Bus nach Malang nehmen. Allerdings fiel die Verbindung an diesem Nachmittag aus und so mussten wir erst nach Surabaya an der Küste und wollten dann weiter nach Malang oder Probolingo, von wo aus es in den Nationalpark geht. Am Busbahnhof lernten wir Jean aus Südtirol kennen, der die nächsten Tage mit uns mitreiste.

In Surabaya angekommen, waren mal wieder einige Stunden mehr vergangen als gedacht. Öffentliche Transportmittel in Indonesien kosten einiges an Zeit, aber wir wollten trotzdem noch an diesem Abend nach Probolingo weiter. Uns sprach aber ein Fahrer an, der uns anbot, uns direkt in den Nationalpark zu fahren, was natürlich seinen Reiz hatte, weil wir ohne am nächsten Tag in Probolingo noch eine Tour zu organisieren, schon direkt im Nationaltag wären. Mit Jean zusammen ging es dann los, eine krasse High Speed Fahrt durch die Nacht. Das beste war, dass wir mit einem Taxi gefahren wurden. Wahrscheinlich ist unser Ali tagsüber Taxifahrer und nutzt nachts das Taxi auf seine Weise. Na gut, uns konnte es Recht sein, weil wir so eine Nacht gespart hatten. Allerdings machte der Motor unseres Taxis merkwürdige Geräusche und an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Recht fertig kamen wir in Celowo Lawang, eine Siedlung direkt am Nationalpark an. Mitten in der Nacht fragten wir nach einem Zimmer für die nächste Nacht, aber leider war keines frei. Das hieß also, dass es nach dem Sonnenaufgang direkt weitergehen würde. In einem kleinen Zimmer, in dem sich die Essenverkäufer aufwärmten, verbrachten wir noch die Zeit bis wir losmussten mit echtem indonesischem Frühstück- Suppe mit Fleischbällchen, Nudeln und Tofu, lecker! ;-)

In stockfinsterer Nacht ging es dann los, zuerst an der Straße entlang, dann machte uns ein Guide aber auf einen Schleichweg aufmerksam und irgendwie waren wir uns nicht sicher, ob das so richtig war. Wir orientierten uns an den Umrissen des Vulkans und an den Lichtern, die wir sahen. Sie kamen von Feuerstellen der Einheimischen, die sich auf den Ansturm der Touristen vorbereiteten. Wir fragten nach dem Weg und wir 3 waren uns einig, dass der rechte Vulkan Bromo sein müsste. In unserem Reiseführer war beschrieben, dass wir Stufen hinauflaufen sollten. Es waren aber keine zu finden. So liefen wir die Aschehänge hoch und als das Vorankommen zu mühsam wurde, hielten wir an, um den Sonnenaufgang zu bewundern. Es war ein tolles Erlebnis, wie die umliegenden Vulkane mehr und mehr Kontur annahmen. Als es dann heller wurde, konnten wir viele Leute am Vulkan gegenüber sehen. Wir hatten also den falschen erwischt. Im Nachhinein war das aber sogar viel besser, weil wir so ohne Menschenmassen den Sonnenaufgang erleben konnten. Nachdem die Sonne dann aufgegangen war, kletterten wir doch noch auf Mt. Bromo. Das besondere ist sein Krater, der einige 100m abfällt und in dem sich ein See gebildet hat, aus dem Schwefelgase aufsteigen. Das ganze Gebiet ist eine richtige Mondlandschaft. Als wir zurückgingen, konnten wir sehen, wo wir morgens entlanggelaufen sind. Und zwar hatten wir das Sandsea, also das Sandmeer durchquert, eine ebene Fläche aus erstarrter Lava. Das ganze Gebiet hat riesige Ausmaße und ist sehr beeindruckend.

Weiter ging es dann am gleichen Tage über Probolingo und anschließend mit dem Bus nach Banjuwangi an der Ostküste der Insel Java, von wo aus wir die Fähre nach Bali nahmen. Die ca. 170km fuhren wir in 7 Stunden mit dem Bus und mussten 1x umsteigen. Transportzeit ist in Indonesien echt ein großes Thema. Im Bus lernten wir noch Leigh Chantelle kennen, eine Australierin, die nach Ubud auf Bali wollte. Wir schlossen uns zusammen und waren dann ein Paar Tage zu 4. unterwegs. Selamat tingall Java, selamat malam Bali.


hier geht es weiter zum Bericht über Bali

hier geht's zu den Ostjavabildern