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Willkommen auf unserer Seite! > Mittel- und Südamerikatrip 02.09.2013-02.04.2014 > Mexiko > San Cristobal

San Cristobal

Wir hatten uns schon gewundert, wieso unser Reisefuehrer fuer die 200km ueber 5 Stunden Fahrtzeit angegeben hat. Kurz nach der Abfahrt wussten wir es: Es ging ueber Serpentinenstrassen immer nach oben. Und obwohl der Busfahrer alles aus seinem Bus herausgeholt hat, brauchten wir 5,5 Stunden bis nach San Cristobal. Hier auf ueber 2000m Hoehe herrschte ein voellig anderes Klima, abends mussten wir sogar Jacken tragen-ein vollkommen vergessenes Gefuehl! ;-) San Cristobal ist eine Stadt, in der viele Aussteiger aus der westlichen Welt untergekommen sind und deshalb gibt es auch viele internationale Restaurants. Hier konnten wir mal wieder westlich schlemmen,Pizza und Falafel-wer weiss wann wir das mal wieder bekommen! ;-)

Wir haben die Stadt erkundet mit ihren tollen Gebaeuden im Kolonialstil und den Ausblick von den umliegenden Gipfeln genossen, auf denen Kirchen erbaut wurden. Ausserdem gibt es hier einen Markt, auf dem viele indigene Menschen aus den Doerfern um San Cristobal ihre selbst hergestellten Kelidungsstuecke und Kunsthandwerk verkaufen. Ausserdem waren wir im Museum der Mayamedizin, wo wir auch einen Erkaeltungstee fuer mich gekauft haben-hat uebrigens geholfen! ;-)

Von San Cristobal aus ging es zum Canon del Sumidero, eine Schlucht, in der der Fluss Grijalva verlaeuft. Teilweise ragen die Felswaende ueber 1000m in die Hoehe. Mit der Lancha ging es zuerst ein Stueck in den Canon bis die Waende immer hoeher in die Hoehe ragten. Das war ungeheuer beeindruckend. Wir konnten sogar Krokodile und Affen beobachten. Am Ende des Canons liegt ein Staudamm, der den Fluss zu einem riessigen Staussee aufgestaut hat. Weil wir zur Regenzeit dort waren, gab es eine Stelle an der sich der Muell, der aus der Chiapa de Corzo in den Fluss gelangt ansammelt, was teilweise echt erschreckend war. Wir mussten uns naemlich mit der Lancha den Weg durch den Muell bahnen. Zusammen mit Treibholz hatte sich eine grosse Muellflaeche gebildet. Aber abgesehen davon war der Canon eine tolles Naturerlebnis. Danach machten wir noch einen Stopp in Chiapa de Corzo und konnten dort einen Brunnen bewundern, der der Form der spanischen Krone nachempfunden ist.

Von San Cristobal ging es auch noch nach Chamul, ein Dorf, das viele indigene Einwohner hat. Sie haben sich ihre eigene Sprache erhalten, die ueberhaupt nichts mit spanisch zu tun hat. Das Dorf ist bekannt fuer seine Kirche. Hier hat sich uns ein Spektakel geboten, das wir so noch nicht gesehen haben. Die Menschen hier haben sich naemlich neben dem christlichen ihren vorkolumbianischen Glauben erhalten. Sie gehen zwar in die Kirche, die keine Baenke hat, bringen aber Heiler und Heilerinnen mit, die mit lebenden Huehnern, Cola!, Eiern und Kerzen versuchen, die Menschen zu heilen. Dabei ruelpsen sie, denn das vertreibt die boesen Geister. ;-) Jede Heilerin stellt viele kleine Kerzen auf und so entwickelt sich viel Rauch in der Kirche. Ausserdem ist der ganze Boden mit Tannennadeln ausgelegt, und es gibt jemanden, der aufpasst, dass sie sich nicht an den Kerzen entzuenden. Die Athmosphaere hier war ueberhaupt nicht vergleichbar mit Kirchen, die wir sonst so sehen-ein tolles Erlebnis. Das besondere an den Leuten hier ist auch, dass sie Kleider aus schwarzer Schafswolle tragen.

Von hier aus ging es weiter nach Comitan

 

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