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Willkommen auf unserer Seite! > Mittel- und Südamerikatrip 02.09.2013-02.04.2014 > Bolivien > Potosi

Potosi


Potosi liegt auf 4.070m Hoehe und ist damit die hoechstgelegene Stadt der Welt. Hier haben wir die Aussicht auf die Stadt genossen. Hauptatraktion ist allerdings eine Mine, die auch heutzutage noch in Betrieb ist und in der vor allem Silber gefoerdert wird. Wir bekamen Ausruestung, also Schutzanzuege, Helme und Helmlampen. Ganz wichtig waren, wie sich spaeter noch herausstellen sollte auch Gummistiefel.
In der Naehe der Mine gibt es einen Minenmarkt, in dem die Arbeiter ihre Ausruestung kaufen. Hier kauften wir auch Mitbringsel fuer die Minenarbeiter, da es Tradition ist, ihnen etwas mitzubringen. Wir konnten sogar Dynamit kaufen. Ausserdem brachten wir ihnen Cocablaetter, die sie kauen um waehrend der Arbeit Durst und Hunger zu unterdruecken. Dann kauften wir noch 96%igen Alkohol. Den mischen sie dann mit Wasser oder Limonade und trinken ihn. Wir haben ihn auch probiert-einfach nur heftig. Bevor man ihn trinkt, muss man noch ein Paar Topfen fuer Pacha Mama, also die Mutter Erde, und dann noch ein Paar Tropfen fuer den Tio verschuetten.
Zuerst dachten wir, dass die Ausruestung uebertrieben und nur zur Unterhaltung der Touristen waere. Da hatten wir uns allerdings getaeuscht. Der Gang in die Mine war das krasseste, das wir auf unserer Reise erlebt hatten. Es ging zuerst durch den Eingang, der einmal im Jahr mit Lamablut bespritzt wird, um fuer die Sicherheit der Minenarbeiter zu bitten. Auf dem Hauptpfad ging es unserem Reiesfuehrer hinterher, bis er irgendwann sagte, dass wir den anderen Touristen jetzt entkommen und kleinere Wege nehmen wuerden. So mussten wir ueber Leitern und Abhaenge klettern und sehr extrem war auch der Staub, den wir einatmeten. Nicht vorstellbar, hier den ganzen Tag zu arbeiten. Ueberall stand Grundwasser und so waren wir sehr froh, Gummistiefel zu tragen. Je weiter wir in die Mine kamen, desto waermer wurde es. Teilweise war die Decke sehr niedrig und regelmaessig mussten wir uns ducken oder stiessen mit dem Kopf an die Decke.

Das die Mine noch in Betrieb war, konnten wir spaetesten sehen, als Minenarbeiter mit einer Lore voller Mineralien an uns vorbeifuhren. Die Loren haben uebrigens keine Bremsen, d.h. man schaut besser, dass man zur Seite springt. Spaeter trafen wir noch Minenarbeiter, und konnten uns mit ihnen unterhalten. Sie berichteten davon, dass die Minenarbeiter eine geringer Lebenserwartung haben, vor allem wegen dem Staub, den sie dauerhaft einatmen. Sie verdienen allerdings so gut, dass sie es trotzdem machen. Ausserdem fehlen in Potosi die Alternativen, weil es keine Industrie gibt.Teilweise arbeiten sogar Kinder in den Minen, das wird nun aber mehr und mehr verboten. 

Der Besuch in der Mine war sehr eindrucksvoll.



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